es geht heute mal nicht darum, wie der hund auf seine art liebe ausdrückt. sondern umgekehrt.
wie wir dem hund unsere zuneigung so zeigen können, dass sie auch richtig ankommt.
also als das, was wir gemeint haben.
denn mal ehrlich:
oft genug empfindet der hund unsere zuneigung nicht so wie gemeint
oder ist mehr am futter selbst als an unserer intention dahinter interessiert.
die hundeart und die menschenart, liebe zu zeigen, unterscheidet sich nun mal in manchen punkten.
so wie generell die kommunikation zwischen beiden schwierig sein kann.
weil das viele bereiche betrifft (und oft an unerwünschtem verhalten schuld ist), gehen wir das thema demnächst im neuen webinar „versteht dein hund dich richtig?“ genauer an, für das du dir gleich hier deinen platz reservieren kannst (kostenlos):
wenn es darum geht, dem hund unsere liebe zu zeigen, steht meistens eines an erster stelle:
kuscheln
streicheln, umarmen, festhalten – das sind alles dinge,
mit denen menschen nähe und liebe ausdrücken.
(oder sich holen vom hund).
beim hund kommt das nicht so gut an.
der empfindet festhalten und geknuddelt schnell mal als unangenehm oder bedrohung.
man braucht sich nur fotos davon anschauen und sieht die vielen beschwichtigungssignale der hunde.
das heißt nicht, dass hunde keinen körperkontakt mögen.
sie unterscheiden sich zwar darin, wieviel und wie intensiv sie ihn möchten,
doch kontaktliegen – also auf tuchfühlung nebeneinander liegen oder sitzen – gehört zum hunderepertoir.
sachtes gekrault werden und ruhiges streicheln mögen die meisten hunde auch,
jedenfalls dann, wenn der mensch sich dabei nicht von vorn über sie beugt oder festhält.
allerdings – und das ist wichtig – nicht immer!
in einer aktivphase ist ihnen körperkontakt eher unangenehm (unsereins ja auch).
den hund fürs brave kommen aufs rufen zu knuddeln vor lauter freude, ist also mehr strafe als lob.
selbst nettes kraulen oder streicheln ist lästig, wenn der hund grad schnüffeln oder laufen mag.
alles zu seiner zeit also!
im übrigen:
das argument „er weiß ja, dass ich’s nett meine“ gilt nicht.
wenn der hund etwas als unangenehm oder übergriffig erlebt, dann ist das so.
unabhängig davon, wie der mensch das eigentlich gemeint hatte.
geschenke
geschenke sind eine andere art, einem geliebten wesen was gutes zu tun.
nicht umsonst beschenken wir menschen uns, bevorzugt zu geburtstagen oder feiertagen.
an welchem tag der hund ein geschenk bekommt, ist ihm natürlich ziemlich egal.
wichtiger ist, was es ist und ob er das überhaupt mag.
das neue hundebett oder die hübsche neue leine sind für ihn wenig relevant,
die kaufen wir ja uns selbst zu liebe.
fressbares punktet meistens, doch leckereien und kauknochen gibt es hoffentlich regelmäßig.
mit spielsachen macht man zwar manchen hunden eine freude,
viele hunde interessieren sich nach dem welpenalter aber nicht groß dafür.
das größte geschenk, mit dem wir dem hund unsere zuneigung zeigen können,
sind gemeinsame aktivitäten mit uns, die der hund mag und bei denen wir selber gut drauf sind.
unsere stimmung ist nämlich der größte faktor dabei, ob der hund etwas als geschenk empfindet oder nicht.
wenn wir mit ihm ein neues schnüffelspiel machen (das mögen schließlich die meisten hunde gern),
entspannt und fröhlich drauf sind und den hund bewundern, wie toll er das macht,
zählt das mehr als das teuerste spielzeug.
zuwendung
die zuwendung des menschen ist für den hund gleich aus zwei gründen etwas besonderes.
erstens, weil zuwendung sich immer gut anfühlt, wenn man jemanden mag.
zweitens aber ist sie lebenswichtig.
der mensch ist bindungsperson und damit der sicherheitsanker für den hund.
er braucht den rückhalt des menschen, um sich sicher zu fühlen und neue oder schwierige situationen gut zu bewältigen.
und das nicht nur bei „schönwetter“.
sondern grade dann, wenn es für ihn schwierig wird.
also in den momenten, wo viele von uns nicht automatisch die liebevollsten gedanken für den hund aufbringen.
wer seinem hund wirklich zeigen will, dass er ihn lieb hat,
ist gerade dann für ihn da, unterstützt ihn so gut es eben geht
und bleibt dabei emotional positiv.
den hund verstehen und auf seine bedürfnisse eingehen ist die nämlich die beste form,
die liebe zum hund nicht nur auszudrücken, sondern sicherzustellen, dass sie beim hund auch ankommt.

