wenn es draußen kalt und nass wird, haben indoor spiele für den hund hochsaison.
schließlich wollen wir ihm genug geistige auslastung auch dann bieten,
wenn die spaziergänge mal kürzer ausfallen oder wir draußen nicht lange für suchspiele rumstehen wollen.
werden die beliebten spiele, die dabei gern zum einsatz kommen, dem anspruch aber gerecht?
drei davon nehmen wir heute genauer unter die lupe.
wenn dich das thema darüber hinaus interessiert, dann reservier dir gleich deinen platz im kostenlosen webinar „hundegerechte auslastung“, in dem es demnächst mehr tipps und infos gibt:
1. leckerlisuche in der wohnung
an erster stelle werden beim thema beschäftigung für drinnen fast immer die leckerli-suchspiele genannt.
nun können leckerli-suchspiele eine tolle aufgabe für die hundenase sein,
allerdings erst aber einer fläche von mindestens 1000m² für anfänger und dem zehnfachen oder mehr für fortgeschrittene.
keine wohnung kann das bieten.
in vielen fällen kommt bei der leckerlisuche drinnen nicht mal die nase des hundes zum einsatz.
er merkt sich vielmehr die üblichen verstecke – meistens hat man davon ja keine unendliche anzahl –
und klappert die mehr oder weniger systematisch ab.
fazit:
eine nette beschäftigung, aber keine kaum auslastung für die hundenase.
eine bessere option:
objektsuche nach verschiedenen gegenständen.
dabei hat der hund drinnen zwar auch nicht viel fläche abzusuchen,
muss aber immerhin nachdenken, welcher von mehreren gegenständen der richtige ist
und dann den bringen oder anzeigen.
2. schnüffelteppich
ich mag schnüffelteppiche.
sie sind eine nette beschäftigung für den menschen, wenn man ihn selber knüpft
(ich hab stunden damit verbracht, einen besonders dichten für meine hunde zu knüpfen).
hunde mögen sie auch:
man kann sie wunderbar schütteln und es kullern kekse heraus.
man kann die nase reinstecken und in einer minute zehn leckerchen kriegen.
und man kann wunderbar weich darauf liegen und schlafen.
(alles in der praxis erprobt, siehe dieses video)
für wirkliche nasenarbeit taugen sie nicht.
da bräuchten wir mehr als den halben quadratmeter fläche, den der schnüffelteppich bietet.
wenn man den hund mal kurz 2 minuten still beschäftigen will,
leisten sie aber gute dienste.
fazit:
nette form der leckerli-verabreichung, aber keine echte aufgabe für den hund.
eine bessere option:
anspruchsvolle nasenarbeit für drinnen lässt sich mit der geruchsunterscheidung machen.
dabei lernt der hund, aus mehreren gerüchen immer den richtigen zielgeruch herauszufinden,
viel konzentration und genaues riechen auf kleiner fläche möglich.
3. „fummelbretter“
als „fummelbretter“ fass ich die diversen spiele aus holz oder plastik zusammen,
die man im fachhandel fertig zu kaufen bekommt
und bei denen der hunde klötzchen schieben oder hochheben oder hebel drücken oder ähnliches muss,
um an leckerchen zu kommen.
die qualität der diversen denkspiele dieser form ist recht unterschiedlich.
manche sind extrem einfach, andere ganz schön knifflig.
wenn man sich ein solches spiel zulegt, sollte man beim aussuchen nicht nur darauf achten, dass es robust ist
(hunde können einen sehr kreativen umgang damit entwickeln!),
sondern vor allem darauf, dass es nicht total einfach ist
und idealerweise verschiedene arten von manipulationen (drücken, schieben, heben,…) erfordert.
ein kniffliges denkspiel kann den hund vor eine schöne aufgabe stellen
und vielleicht sogar über zwei oder drei tage geistig beschäftigen.
der große nachteil: hat der hund mal rausgefunden, was er schieben oder drücken muss,
ist es mit dem denken auch schon wieder vorbei.
dann wäre das nächste fummelbrett gefragt, damit der hund geistig ausgelastet wird.
das geht dann schnell ins geld.
fazit:
gute auslastung, aber sehr kurzlebig.
wenn’s der hund mal raus hat, ist schon wieder schluss mit geistiger auslastung.
eine bessere option:
denkspiele, bei denen der hund zum beispiel lernt, gegenstände nach kategorien (hart/weich, rund/eckig, blau/gelb….) zu unterscheiden,
die sich mit unterschiedlichsten gegenständen aus dem haushalt machen lassen.
noch besser: freies formen mit dem clicker oder einem markersignal,
bei dem der hund eigenständig drauf kommen muss, was „richtig“ ist und kreativität und nachdenken gefordert sind.

