warum “doggy time” so viel bringt (und was das eigentlich ist)

“doggy time” kann ein wahres wundermittel für die beziehung zu deinem hund sein.
mehr tiefe reinbringen, die bindung verstärken, das vertrauen vertiefen.
und wie bei menschlichen beziehungen auch die sache frisch, lebendig und fröhlich halten.

was das überhaupt ist?
“doggy time” heißt, du nimmst dir jede woche bewusst eine auszeit mit deinem hund,
wo ihr den alltag hinter euch lasst,
wo ihr gemeinsam etwas neues unternehmt,
was beiden spaß macht,
wo ihr die zeit miteinander ohne druck, ohne konkrete aufgaben und in aller ruhe genießt.
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wichtig ist das gleich aus mehreren gründen.
bevor wir darauf eingehen eine vorbemerkung:
natürlich kann die “doggy time” vernünftige erziehung nicht ersetzen – soll sie auch nicht.
und natürlich entstehen eine beziehung und echtes teamwork zwischen mensch und hund nicht nur aus der “doggy time”.

dazu braucht es noch einiges andere.
mehr tipps dazu gibt es demnächst im webinar “von der erziehung zum teamwork”,
zu dem du dich gleich hier anmelden kannst (kostenlos):

die “doggy time” ist aber ein guter einstieg und hier sind drei gründe, warum du auf diese einfache methode, eure beziehung zu vertiefen, nicht verzichten solltest.

1.  das geheimnis der guten trainer

professionelle tiertrainer, wie sie zum beispiel in den sea worlds oder ähnlichen einrichtungen arbeiten
(von denen ich übrigens wenig halte, nur so am rande)
verwenden einen trick:

sie teilen ihre trainings-einheiten mit den tieren ein in solche,
– wo neue tricks und aufgaben erlernt werden
– wo bestehende tricks gefestigt und perfektioniert werden
– und welche, die nur dem spaß miteinander und der beziehung dienen.

sie wollen nämlich nicht, dass das tier die interaktion mit ihnen immer nur als anspruchsvoll oder gar anstrengend erleben
oder eben als reine routine-versorgung (die ja auch notwendig ist).

das zusammenleben mit unseren hunden ist zwar nicht ganz mit den trainings- und lebensbedingungen im professionellen tiertraining vergleichbar, parallellen gibt es aber durchaus.
auch wir laufen gefahr, dass wir uns mit dem hund zwischen alltagstrott auf der einen seite
und dem (nicht immer unterhaltsamen) üben an erziehungsaufgaben einpendeln.

beides hat seinen sinn und seine notwendigkeit,
die beziehung sollte sich aber nicht nur auf alltagspflichten und notwendigs beschränken.
die “doggy time” bringt hier regelmäßig abwechslung und frischen wind rein.

2.  von der spaßbremse zum spaßfaktor

ob wir wollen oder nicht,
wir menschen sind für unsere hunde oft wahre spaßbremsen.
dauernd sagen wir ihnen, was sie alles nicht dürfen und nicht sollen,
beschränken sie in ihrem übergroßen freiheitsdrang,
hindern sie dran, diverses zu fressen oder zerbeißen,
nehmen sie an die leine, packen einen maulkorb dran
oder schicken sie auf ihren platz, damit sie ruhe geben.

vieles davon lässt sich in unserer gesellschaft nicht vermeiden
und je nach lebensumständen ist bei dem einen hund mehr und beim anderen weniger kontrolle nötig.
(allerdings entwicklen manche menschen auch einen unnötig großen kontrolltick).

da tut es gut, gelegentlich für einen ausgleich zu sorgen
und mit der “doggy time” ein programm aufzufahren,
wo der mensch ganz absichtlich ein teil des spaßfaktors für den hund wir.
wo wir was unternehmen, was uns beide fröhlich macht
und mal zeit und raum dafür ist, ganz für den hund da zu sein
und ohne beschränkungen die gemeinsame zeit genießen zu können.

3.  nähe fernab vom alltag

neue unternehmungen und gemeinsame abenteuer schweißen unglaublich zusammen!
wer schon mal nur mit dem hund alleine eine längere wanderung unternommen
oder etwas spezielles erlebt hat, wird das bestätigen können.

raus aus dem alltag heißt normalerweise: näher zusammen.
die ungewöhnlichen, neuen und vielleicht fordernden momente bringen einen zusammen.

zum glück müssen das nicht immer große unterfangen und tagelange ausflüge sein.
viel wichtiger sind die regelmäßigen, kleinen “abenteuer”,
die einen ein weilchen den alltag vergessen lassen
und wo der hund seinen menschen ganz für sich hat und mit ihm was nettes unternehmen kann.

probier einfach mal aus, was ein paar wochen “doggy time” bei euch verändern können.
du wirst staunen, wie sich eure beziehung entwickelt
(und wie du ganz nebenbei selber ziemlich profitierst von dieser auszeit).

WICHTIG:
als “doggy time” zählt nicht, einfach nur einen längeren spaziergang oder ein paar extra suchspiele zu machen.
bei der menschlichen “date night” reicht es ja auch nicht,
wenn der partner dir ein extra stück kuchen (den es sowieso immer gibt) auf den teller packt – jedenfalls nicht auf dauer.
also lass dir was einfallen für deinen hund!
und schnapp am besten gleich deinen kalender und trag dir jede woche “doggy time” ein.

weil es vielen menschen schwer fällt, immer neue ideen zu entwicklen, was sie mit dem hund neues machen könnten,
was auch wirklich der beziehung dient, gibt es übrigens das dreamteams-programm. damit bekommst du automatisch jede woche eine idee oder übung geschickt oder kannst dir auf einer kursplattform aus über 100 schon vorhandenen anregungen was passendes aussuchen.

übrigens: es gibt grade ein osterangebot: wer sich bis ostermontag abend zum dreamteam-jahresabo anmeldet, bekommt GRATIS den brandneuen kurs “teamwork” dazu.

über

brigid weinzinger ist tiertrainerin und verhaltensberaterin für hund, katz, pferd und mensch. sie bloggt auf www.denktier.at über das leben mit tieren und tipps für deren ausbildung.

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