das wundermittel für die beziehung zwischen mensch und hund

eine gelungene, harmonische beziehung zwischen mensch und hund ist das, was wir uns alle wünschen.
der hund soll eine gute bindung zu uns haben und sich bei uns geborgen fühlen.
wir möchten die nähe zum hund täglich erleben und freude am miteinander haben.

nun ist das an manchen tagen einfacher als an anderen.
und zugegeben: mit manchen hunden fällt es einem leichter.
ein erwachsener, bereits erzogener hund ohne große probleme ist der harmonie im alltag naturgemäß zuträglicher,
als einer, der einen täglich an den rand des wahnsinns treibt mit seinen flausen, macken und ausrastern.

gute grundlagen sind daher eine notwendige voraussetzung für eine harmonische beziehung.
(wie man diese grundlagen aufbaut oder überprüft, dazu dann nächste woche mehr hier im blog,
am besten gleich abonnieren, wenn du den artikel nicht verpassen magst).

aber egal, wie leicht oder wie schwierig es einem selber an einem tag fällt
oder es einem der hund an diesem tag macht:
es gibt eine mittel, das schlagartig und wunderbar zu einer besseren beziehung beiträgt.

die rede ist nicht von einer bindungsübung (die durchaus wertvoll sein können)
und schon gar nicht von irgendwelchen rangordnungsklärungen (die völliger quatsch sind),
die rede ist von etwas, was im hundetraining selten angesprochen wird:

dankbarkeit.

online hundeschule

dankbarkeit

die praxis der dankbarkeit hat wunderbare auswirkungen auf unsere psyche,
auf unsere befindlichkeit und unsere einstellungen.
das wissen wir aus der glücksforschung und der humanpsychologie.
das ganze lässt sich wunderbar auf unser leben mit dem hund anwenden.

daher hab ich heute drei kleine übungen mit großer wirkung für euch.
einfach ausprobieren und überraschen lassen!

übung nr. 1: die große liste

setz dich hin und schreib eine lange liste,
wofür du deinem hund alles dankbar bist.
denk an alles,
– was er gut und richtig macht
– was er dankenswerterweise nicht als problem hat
– was er an spaß und abwechslung in dein leben bringt
– was er an guten eigenschaften und liebenswerten eigenheiten hat
– wie er dich täglich zum lachen bringt oder dich dran erinnert, was wichtig ist.
schreib alles auf, was dir einfällt und hör nicht auf, bevor du nicht wenigstens 50 dinge aufgeschrieben hast.

mach die übung gelegentlich,
mindestens einmal im jahr (zum beispiel zu jahresende)
oder immer dann, wenn du das gefühl hast es läuft nicht ganz rund zwischen euch.
oder wenn du einfach lust dazu hast.

übung nr. 2: die tägliche routine

am nachhaltigsten wirkt die praxis der dankbarkeit,
wenn du sie täglich machst.
eine minute reicht, da ist kein großer aufwand nötig.

wie wär’s zum beispiel, wenn du morgens beim futterzubereiten für deinen hund
im kopf auflistest, wofür du deinem hund heute dankbar bist.
du kannst das auch am abend machen und dabei euren tag revue passieren lassen.
oder – probier das mal aus – nimm dir beim aufbruch zum spazierengehen eine minute zeit
und zähl alles auf, wofür du jetzt gerade deinem hund dankbar bist.

übung nr. 3: das mittel für den notfall

wenn man gut drauf ist, geht das mit der dankbarkeit ja leicht
und oft von selber, ohne großeartige übungen.
ganz anders schaut’s aus, wenn man sich grad ärgert,
der hund grad mist gebaut hat oder man am verzagen ist, weil irgendwas nicht und nicht funktioniert.

auch da kann eine kleine dankbarkeitsübung ein wenig helfen.
allerdings ist für die etwas üben (vom menschen) erforderlich,
damit es einem in fleisch und blut übergeht und man genau dann,
wenn man die übung braucht, auch daran denkt.

gewöhn dir dazu an, immer wenn es grad mal etwas unlocker wird
ein “danke” zu denken und dabei tief auszuatmen.
und das dreimal hintereinander.

du musst dazu gar nicht extra einen grund finden, wofür du in dem moment grad dankbar bist
(im notfall fällt einem das nämlich meist nicht so schnell ein),
es reicht das danke und ausatmen.

verschwinden probleme bei hundebegegnungen oder hört dein hund besser auf dich, weil du die dankbarkeitsübungen machst?
natürlich nicht. um die nötige erziehung kommst du nicht herum.
aber du veränderst deine einstellung und damit auch die beziehung zum hund.
und du bleibst dadurch entspannter, was sogar im notfall ein wenig helfen kann.
der eigenen seele tut es übrigens auch gut….

über

brigid weinzinger ist tiertrainerin und verhaltensberaterin für hund, katz, pferd und mensch. sie bloggt auf www.denktier.at über das leben mit tieren und tipps für deren ausbildung.

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