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by brigid

Juli 21, 2019

online hundeschule

urlaub ist was wunderbares! nicht umsonst freuen wir uns so darauf.
egal, welche art urlaub es ist – meer, berge, städte, große reisen oder gemütlich zuhause – für uns menschen bringt er die erholsame abwechslung, die wir uns wünschen. mal zeit dazu, das zu tun, wonach uns der sinn steht (und wenn es gar nicht ist).

anders sieht die sache allerdings für unsere hunde aus.
für die ist der urlaub meist gar keine erholung, eher im gegenteil.
oder wie es ein kursteilnehmer neulich sagte: „ich weiß schon, dass meine tollen urlaubswochen für meinen hund vor allem stress waren.“

natürlich gibt es da unterschiede.
das hängt einerseits von der art urlaub ab: die große tour per eisenbahn quer durch europa ist definitiv stressiger für den hund als ein gartenurlaub zu hause.
andererseits kommt es natürlich auch auf den hund an:  manche mögen die abwechslung und neues erkunden und für die anderen geht nichts über die gewohnten vier wände, den gleichmäßigen verlauf der tage und ihre geregeltes dasein.

in jedem fall aber bringt jede form von urlaub veränderung für den hund und damit ein bisschen bis ziemlich viel stress, je nachdem.
selbst wenn du urlaub zuhause machst, heißt das ja für den hund einen völlig anderen tagesablauf als gewohnt.

vielleicht geht’s ja nun an projekte im haus oder garten, die den haushalt kurz aus dem lot bringen.
oder du hast  mehr zeit für  deinen hund und unternimmst nun alles mögliche mit ihm (was ihm sicher lieber ist als ersteres)

in jedem fall ist es anders als sonst und du weißt ja, jede veränderung (auch die lustigen und angenehmen!) bedeutet immer auch ein bisschen stress.

nun soll das natürlich nicht heißen, dass du deswegen keinen urlaub machen sollst.
um himmels willen, ganz sicher nicht!

es geht im mir auch nicht darum, wie du den urlaub oder ausflüge so gestaltest, dass sie hundegerechter sind
(wenn du tipps dazu willst, dann gibt es die im webinar „unterwegs mit dem hund und auf reisen“)

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nein, es geht mir viel mehr um drei wichtige dinge:

1. bewusstsein

erstens mal ums bewusstsein dafür, dass dein urlaub für deinen hund eben eine sondersituation bedeutet und daher stress auslöst.
mehr oder weniger stress, je nachdem.
aber eben immer zumindest ein wenig stress.

das ist nicht weiter dramatisch, wenn man es sich vor augen hält.
und daher entsprechend auf den hund eingeht oder berücksichtigt, dass er manche situationen daher nicht so gelassen nehmen wird (können) wie sonst.

manchmal vergessen wir das nämlich, weil der urlaub für uns so positiv besetzt ist und wir uns ja drauf freuen.
aber nur weil was für uns toll ist und wir außerdem toll finden, dass wir das mit unserem hund teilen können, heißt das natürlich noch nicht, dass es für den hund selber auch wirklich toll ist.

also einfach im kopf behalten, dass der hund mehr stress hat als sonst.

2. vorbereitung

wenn einem klar ist, dass der urlaub eine stressphase für den hund bedeutet, dann kann man sich natürlich auch überlegen, wie man den hund am besten darauf vorbereiten kann.

zum glück gibt es da ja mehrere möglichkeiten.
je nachdem, was im urlaub ansteht, kann man den hund schon vorher an verschiedenes gewöhnen (zugfahren/längere autofahrten, körperliche kondition aufbauen für wanderungen,  etc.)

ganz wichtig ist es, in der für uns menschen ja oft stressigen phase vor dem urlaub (alles fertig kriegen!) ganz gezielt auf entspannung für den hund zu achten. ob das nun heißt, ganz bewusst auf ausreichend schlaf zu achten, auf etwas mehr geistige auslastung zum müde machen, ob du mit entspannungstechniken arbeitest oder deinem hund schon vorbereitend nahrungsergänzungsmittel gibst, die ihm helfen, mit dem stress besser klar zu kommen, kommt ganz drauf an.  (genaueres dazu findest du im  webinar „unterwegs mit dem hund und auf reisen“)

 

3. erholung

es muss einem klar sein, dass der  hund nach dem eigenen urlaub erst mal erholung braucht!
es heißt also:  urlaub vom urlaub für den hund planen!

hunde brauchen üblicherweise zumindest ein paar tage, um sich wieder in ihrem normalen alltag einzufinden.
oft brauchen sie auch wirklich gezielt ein erholungsprogramm, um den stress vom urlaub wieder abbauen zu können.

also einfach zur tagesordnung übergehen und sich selber (hoffentlich) super erholt wieder dem normalen leben widmen ist ein bisschen unfair dem hund gegenüber.

überleg also bitte, wie du einen kleinen nach-urlaub für den hund planen kannst.
bielleicht ein paar tage oder 1-2 wochen mal extra viel schlafen, extra gemütliche spazierrunden im gewohnten gebiet und extra auslastung für den kopf, ohne sich dabei groß anstrengen zu müssen?

das wär jedenfalls ein programm, das die  meisten hunde sofort buchen würden!
wenn du für die passende und nicht zu anstrengende geistige auslastung ein paar anregungen und anleitungen brauchst, dann wär der kurs „kühles köpfchen“ genau richtig dafür! schau doch mal rein.

 

in jedem fall wünsch ich dir aber einen wundervollen urlaub, wie immer du ihn verbringst!
und deinem hund wünsch ich danach einen feinen urlaub von deinem urlaub.
dann seid ihr danach beide schön erholt!

über die autorin 

brigid

brigid weinzinger ist tiertrainerin und verhaltensberaterin für hund, katz, pferd und mensch. sie bloggt auf www.denktier.at über das leben mit tieren und tipps für deren ausbildung.