das beste mittel gegen (unerwünschtes) bellen

bellen gehört fraglos zu den nervigsten macken, die ein hund haben kann.
leider auch zu den hartnäckigsten.
wozu der mensch selber nicht unwesentlich beiträgt.

schließlich tritt das bellen meist in jenen situationen auf, wo es irgendwie unangenehm ist.
man begegnet einem hund, ein kind hüpft herum, besucher läuten an der tür…
und er hund bellt und bellt.
auch wenn man ihm hundertmal sagt, er soll damit aufhören.

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das genau ist das große problem beim bellen:
es wird immer irgendwie belohnt.

weil der mensch was sagt – denn aufmerksamkeit ist belohnung.
weil der mensch schimpft – denn auch schimpfen ist aufmerksamkeit.
weil der besucher oder das gegenüber drauf einsteigt – denn jede reaktion kann als belohnung wirken.
weil der störenfried (egal ob zweibeinig oder vierbeinig) daraufhin verschwindet – denn das ist ein erfolg und erfolgreiches wird wiederholt.

selbst wenn man gar nichts tut,
wenn niemand und nichts in der umgebung als bestätigung fürs bellen wirken,
gibt es trotzdem eine belohnung dafür:

bellen ist nämlich selbstbelohnend.
es fühlt sich nach einiger zeit für den hund aufgrund neurochemischer vorgänge im körper richtig toll an.
und – erraten – was sich toll anfühlt, macht der hund wieder und wieder.

was also tun?

wichtig wären zwei dinge:
erstens rauszufinden, warum der hund bellt.
da gibt es ja unterschiedlichste gründe – nicht nur den belohnungseffekt.

unsicherheit, angst und abwehr führen zum bellen,
aufgeregtheit, stress und damit einhergehende erhöhte geräuschempfindlichkeit lösen vermehrtes bellen aus.
frustration, ungeduld und (eingelerntes) forderndes verhalten äußern sich lautstark.

die genaueren hintergründe und wie das alles zusammenspiel, würden hier zu weit führen.
das gibt’s ausführlich aufgearbeitet im kostenlosen webinar “was tun, wenn der hund dauernd bellt”
denn einerseits ist da aufregung mit dabei (und die…. siehe oben)
und andererseits hat der hund die erfahrung gemacht, dass er damit am ehesten bekommt, was er will.

was genau bei den motiven mitspielt und wie das alles zusammenhängt,
wird im kostenlosen webinar “was tun, wenn der hund dauernd bellt” aufgearbeitet,
zu dem ihr euch gleich hier anmelden könnt.

hier wollen wir uns mal auf das beste mittel gegen bellen beschränken,
und zwar auf jenes, das auf alle ursachen zutrifft
und mit dem man auf gar keinen fall was falsch machen kann.

das beste mittel gegen bellen

wenn du jetzt denkst: ignorieren.
dann nein, das ist es nicht (oder nur selten).
(warum nicht, hab ich hier ausführlich beschrieben).

es ist etwas, was uns menschen meist noch schwerer fällt
(und wer schon mal versucht hat, etwas vom hund konsequent zu ignorieren,
der weiß, dass das nicht leicht ist).

es wirkt aber.
100%.

statt das bellen zu belohnen, wie das ja unweigerlich passiert,
belohnen wir was anderes:
dass der hund still ist!

genauer gesagt:
dass der hund noch still ist.

wir müssen also
erstens wissen, wann unser hund üblicherweise immer bellt.
zweitens den moment erwischen, bevor er zu bellen anfängt.
drittens genau diesen moment belohnen.

denn dann macht der hund ja was richtig:
er hat den auslöser fürs bellen schon im kopf,
will vielleicht schon das maul aufmachen und einen wuffer rauslassen,
aber noch ist er still und genau das belohnen wir.

der hund macht dabei zwei zentrale erfahrungen:
gleich von anfang weg, dass das still bleiben ein erfolgsrezept ist
(und wir wissen ja: alles, was erfolg bringt, macht der hund öfter und lieber)
und im lauf der zeit, den auslöser fürs bellen mit einer belohnung vom menschen zu verknüpfen.

letzteres führt dann nämlich dazu,
dass der hund sich erwartungsvoll zum menschen umdreht,
wo er früher losgebellt hätte,
und was will man mehr?

(dass es nicht auf jahre hinaus dann jedesmal ein keksi gibt,
das verraten wir dem hund erst noch nicht.
das funktioniert dann schon).

mitdenken ist gefragt

damit man das hinkriegt, muss der mensch vorausschauend agieren.
also nicht erst abwarten, bis der hund schon bellt
und sich dann ärgern oder schimpfen.

sondern rechtzeitig dran sein,
aufpassen und mitdenken, wann es zum bellen kommen könnte,
und dann schnell genug sein,
damit man die erwünschte stille tatsächlich belohnen kann.

weil einen der alltag schon mal überrumpeln kann,
hilft es ungemein, erst mal mit übungssituationen anzufangen.
da ist für den menschen absehbar, was kommt,
(schließlich hat man die situation geplant und gezielt herbeigeführt)
und tut sich leichter, rechtzeitig und richtig zu reagieren.

wie man das am besten anlegt,
wie man die auslöser vom bellen erkennt und richtig mit ihnen umgeht
und mit welchem trainingsplan man die schnellsten erfolge hat,
das gibt’s dann ausführlich im kurs “schluss mit der bellerei”, der demnächst in eine live-runde startet.
also gleich anmelden!
dann herrscht hoffentlich schon bald stille….

über

brigid weinzinger ist tiertrainerin und verhaltensberaterin für hund, katz, pferd und mensch. sie bloggt auf www.denktier.at über das leben mit tieren und tipps für deren ausbildung.

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