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hund und besuch: 3 tipps, wie es auch ruhig geht!

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hund und besucher ist nicht immer die einfachste kombination! das kann schon mal laut oder stürmisch werden. oder beides!

was seine guten gründe hat.

schließlich bietet die situation jeden grund zur aufregung.
und mal ehrlich: auch die menschen sind dabei aufgeregt!

hallo, wie schön, dass ihr da seid! hallo, kommt rein.
alle rennen zur tür, begrüßungen, großes hallo.

und das alles auf engem raum im vorzimmer.
nachdem die türklingel verlässlich angekündigt hat, dass es jetzt gleich aufgeregend wird!

kein wunder, wenn der hund dann nicht als einziger cool und still bleibt.

er macht nur das, was seine menschen auch tun: zur tür rennen und aufgeregt reagieren.

und rate mal, was dann passiert?
genau: er wird dafür auch noch belohnt

entweder von den eigenen menschen, die ihn mit “aus”, “runter” oder sonstigen versuchen, ihn zu beruhigen, de facto belohnen. denn jede form von aufmerksamkeit ist eine bestätigung!

oder aber von den besuchern, die lachend den hund abwehren, der sie stürmisch anspringt oder ihn sogar noch freundlich streicheln dafür.

und wenn der hund sie unsicher anbellt und versucht, sich die fremenden in sicherer entfernung zu halten, beugen sie sich vor, starren ihm in die augen und meinen” ja, was hast du denn, ich tu dir ja nix” – während sie ihn grad körpersprachlich bedrohen.

kein wunder, dass die aufregung des hundes nicht kleiner wird!

wenn du zu den (eher wenigen) glücklichen gehörst, deren hund sich einmal kurz mit dem schwanz wedelnd und freundlich die besucher ansieht und sich dann auf seinen platz trollt und schläft, dann gratuliere! wunderbar und glück gehabt (oder schon gute arbeit in die erziehung investiert).

wenn’s bei euch noch nicht ganz so ruhig zugeht, dann hab ich hier 3 tipps für dich.

davor aber noch eine einladung.
zum kostenlosen webinar “wenn besuch kommt…”.
bei dem gibt es noch sehr viel mehr vertiefende info als hier platz hat. du bist herzlich eingeladen dazu! einfach hier eintragen und deinen platz reservieren:

tipp nr. 1:  räumliche trennung

das schwierigste am besuch ist ja meist der moment der ankunft und der begrüßung, wo man keine zeit hat, sich groß um den hund zu kümmern und viele faktoren das unerwünschte verhaltend es hundes belohnen.

wie wär’s, wenn ihr euch das einfach erspart?

wenn dein hund in dem moment gar nicht mitten im geschehen wäre und auch nicht versehentlich von den besuchern für das belohnt werden kannst, was du dich grad bemühst, ihm abzugewöhnen!

kindergitter oder eine verschlossene tür zu einem anderen raum leisten in dem moment unschätzbare dienste.

vorausgesetzt, dein hund ist daran schon gewöhnt. also am besten rechtzeitig anfangen, dem hund beizubringen, dass er mal ganz ruhig ein paar minuten räumlich getrennt warten kann.

tipp nr. 2:  ruhiger start

die ersten 10 minuten sind die aufregendsten und daher auch die schwierigsten für deinen hund.

wenn erst mal alle platz genommen haben, mit getränken oder kaffee versorgt sind und sich auch für den hund nicht mehr so rasend interessieren, wird alles leichter.

warum also nicht diese ersten 10 minuten so ruhig wie möglich gestalten?

wenn die besucher mal angekommen sind und platz genommen haben, kann dein hund ja gern dazu (also vom kindergitter oder aus dem anderen raum heraus) – wenn er möchte!
(wenn er glücklicher und zufriedener ist damit, weiterhin räumlich von den besuchern getrennt zu bleiben, ist das auch völlig ok!)

leichter ist es für ihn, wenn er dann aber gleich was zu tun hat und weiß wohin mit sich.

nämlich auf seinen platz und einen kauknochen knabbern.
dort soll er dann auch bleiben.
(was geübt werden muss, zum beispiel mit dem “bombenfesten bleib”)

das entspannt nicht nur die ersten 10 minuten.
das kauen entspannt den hund insgesamt.
und du verhinderst damit, dass die besucher deinen hund gleich mal mit streichelversuchen bedrängen.  wenn die 10 minuten mal vorbei sind, ist er meist eh nicht mehr so interessant :-).

 

tipp nr. 3:  türklingel entschärfen

los geht’s ja in dem moment, wo es an der tür klingelt.

für den hund ist das ein verlässliches signal:
“achtung, jetzt wird’s gleich richtig aufregend!”

drum regt er sich auch schon auf, wenn es nur mal klingelt.
und rennt dorthin, wo gleich die action stattfinden wird.

wenig sinnvoll, wenn man gern die besucher in aller ruhe empfangen möchte.

da bleiben nur 2 optionen:
– türklingel abstellen und besucher lieber anrufen lassen.
oder aber die klingel zu “entschärfen”, in dem die x-mal klingelt ohne dass jemand kommt!

nur dann kann dein hund lernen, das geklingel hat nicht viel zu bedeuten.  genauso wenig wie die waschmaschine oder der fernseher. und cool bleiben. das muss natürlich eine weile geübt werden.

was immer der passende weg für deinen hund und dich ist: wichtig ist, dass du es deinem hund leicht machst, ruhig zu bleiben. das ist nämlich nicht nur für dich viel angenehmer, sondern für deinen hund noch viel mehr!

 

 

über

brigid weinzinger ist tiertrainerin und verhaltensberaterin für hund, katz, pferd und mensch. sie bloggt auf www.denktier.at über das leben mit tieren und tipps für deren ausbildung.

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