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by brigid

September 2, 2018

hundeleine

wenn’s an die wahl der hundeleine geht, ist die auswahl riesig.
aber welche ist nun die beste?

da ich diese frage öfter mal kriege, gibt es heute eine kleine leinenkunde.
plus die offenbarung, welche leine ich am liebsten verwende :-).

vorweg nur eines: welche leine auch immer du verwendest, ein vernünftiges leinentraining kann keine leine ersetzen!
an lockerer leine laufen oder bei fuß gehen, ist in erster linie eine frage der erziehung
(wobei einem die falsche leine das natürlich schwerer machen kann).

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doch nun zum thema hundeleine und der frage, welche die beste ist.

achtung: ich meine damit nicht, was für den menschen das einfachste ist,
sondern, was das beste für den hund ist!

hier ein kurzer überblick über die am häufigsten verwendeten leinen:

1. kurzführer

 

eine der häufigsten leinen, die man so sieht:
eine etwa einen meter lange leine mit handschlaufe.

und gleichzeitig eine der furchtbarsten leinen für den hund,  der damit nämlich kaum einen schritt machen kann, ohne nicht schon zu ziehen. vor allem, wenn es ein kleiner hund ist und ein guter teil der leinenlänge ja schon für den höhenunterschied zwischen menschlicher hand und hunderücken drauf geht.

meine meinung: unbrauchbar

 

2. umhängeleine

 die sogenannte umhängeleine hat 2 karabiner und zusätzliche ringe, damit die leine entweder kürzer oder länger gestellt werden kann.  die länge variiert je nach modell zwischen 1,5m bis 2m (die häufigsten) oder 2m – 3m. in der längeren ausführung mit 3 meter ist es eine absolut brauchbare und praktische leine für den alltag.  in der vollen länge ausreichend lang für den hund, damit der sich halbwegs bewegen kann, für die stadt oder ein stück neben der straße entlang zum einfach kürzer schnallen.

meine meinung:  mit 3 metern länge eine absolut praktische leine

 

3.  flexileine

eine der beliebtesten leinen, wenn man sich auf den straßen so umschaut. leider!  (mehr dazu hier)
die ausziehbaren leinen gibt es in unterschiedlichen längen und größen (des handteils). problematisch an ihnen sind 2 dinge: einmal die tatsache, dass der hund bei jedem einzelnen schritt an der ausziehleine ziehen muss, um weiterzukommen, also gezielt zum leinen-zieher erzogen wird und immer spannung am halsband oder brustgeschirr hat.  zum anderen gibt es die stopp-taste, die dem hund einen abrupten ruck verpasst, wenn der mensch draufdrückt. ganz schlimm: das „einholen“ des hundes durch mehrfaches drücken der stopp-taste.

meine meinung: unbrauchbar, am halsband ein totales no-go!

 

4. schleppleine

die schleppleine hat ihren namen davon, dass die länge der leine dem hund hinterher-schleppt, normalerweise jedenfalls.  schleppleinen kommen in unterschiedlichen leinen von 5m bis 50m und in verschiedenen materialien.  die schleppleine ist ideal, um einem hund, der (grade) nicht freilaufen kann, im gelände einen größeren bewegungsnradius zu ermöglichen. zu beachten:  je länger und breiter die leine ist, desto schwerer ist sie – auch für den hund, der sie hinterher zieht.

meine meinung: pflicht für jeden hund, der nur bedingt oder gar nicht freilauf haben kann.

 

5. fährtenleine

die fährtenleine kommt aus dem hundesport bzw. der jagdlichen verwendung von hunden. es handelt sich um eine dünne leine aus kordel, die zwei große nachteile hat:  das material verheddert sich relativ leicht in grasbüchscheln und sträuchern und es tut höllisch weh, wenn der hund lossprintet und einem die leine durch die hand zieht (wenn man keine handschuhe trägt). sie ermögicht es dem hund, im größeren abstand zum menschen unterwegs zu sein und zu arbeiten.

meine meinung: mit einer normalen schleppleine ist man viel besser dran.

 

 

6. koppel-leine

 

eine leine mit koppel wird gern von menschen verwendet, die mit zwei hunden (meist kleineren) gleichzeitig an der leine unterweg sind und verhindern wollen, dass sich die leinen umeinander wickeln.  großer nachteil dabei: die hunde werden dazu gezwungen, eng nebeneinander und im selben tempo unterwegs zu sein,  sie können ihren individualabstand zueinander nicht halten und bei begegnungen mit entgegenkommenden hunden nicht angemessen kommunizieren.

meine meinung: völlig unbrauchbar

 

fragst du dich nun, welche hundeleine ich selber verwende?

ich habe 2 in gebrauch, diese beiden hier:

für den alltag:
eine 3 meter lange, 9mm dünne lederleine mit nur einem karabiner, keinen ringen sonst und einer handschlaufe. da klappert nichts am boden, wenn die leine mal am boden schleift, ich kann sie jederzeit einfach kürzer nehmen, wenn ich es brauche. die leine ist leicht, liegt gut in der hand und ist sehr robust (verträgt also auch das am boden schleifen problemlos). (zu kriegen hier).

 

 

für meine jägerin:
eine 15 meter lange, 9mm dünne schleppleine in einer farbe, die auch nachts noch halbwegs gut sichtbar ist, damit man nicht selber draufsteigt.  es handelt sich um eine biothane leine, weil die nässe und matsch nicht aufnimmt, also bei regenwetter auch nicht immer schwerer oder ekelig wird.
(zu kriegen: überall im internet und in vielen gut sortierten fachhandlungen)

 

 

über die autorin 

brigid

brigid weinzinger ist tiertrainerin und verhaltensberaterin für hund, katz, pferd und mensch. sie bloggt auf www.denktier.at über das leben mit tieren und tipps für deren ausbildung.