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hilfe, mein hund frisst alles vom boden! geht da leckerli-suche?

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es gibt die “müllschlucker-hunde”, die alles vom boden fressen.
das will natürlich keiner!

viele menschen sorgen sich, dass sie ihren hund mit leckerli-suchspielen genau dazu erziehen oder dass sie das bestehende problem noch schlimmer machen.

dabei würden sie ihrem hund den spaß am leckerli suchen total gern gönnen!

geht das?
oder ist das total tabu?
und was tun mit den “müllschluckern”?

erst mal: ja, du kannst ganz beruhigt auch mit solchen hunden leckerli-suchspiele machen.
die laufen ja nach einem ganz bestimmten schema ab und stehen unter deiner kontrolle.

der hund sucht also nur auf signal.
und das ist ganz was anderes, als der hund der sich selbständig und gegen deinen willen auf die suche macht.

mal abgesehen davon, dass dein “müllschlucker” das nicht erst lange lernen muss, sondern als verhalten mitbringt – selbst wenn er in seinem leben noch kein einziges leckerli-suchspiel gemacht hat.

(die können im übrigen sogar helfen dagegen, dass dein hund immer alles vom boden frisst! doch dazu weiter unten mehr).

 

hier sind heute mal die wichtigsten 3 tipps für “müllschlucker-hunde”.

zuvor aber noch eine einladung zum kostenlosen webinar “hilfe, mein hund frisst alles vom boden”, in dem es noch viel mehr tipps und infos gibt.  die anmeldung zum webinar gibt’s gleich hier:

wenn dein hund alles vom boden frisst, kann das nämlich unterschiedliche ursachen haben – und je nachdem, brauchst du unterschiedliche ansätze, um damit umzugehen.

1. die beutestöberer

nach fressbarem zu suchen gehört ja zum überlebensprogramm von freilebenden hunden und steckt ihnen manchmal in den genen oder in den erfahrungen der ersten lebenswochen.

für diese hunde ist es das natürlichse verhalten der welt, unterwegs (und nicht nur da!) alles auszulesen, was sie so finden.

das trifft besonders auf hunde zu, die aus streunerpopulationen stammen und so überlebt haben.

allerdings findet sich dieses “erbe” auch in so manchem ganz normalm haushund, der schon seit jahrhunderten keinen streunerhund mehr in der ahnengalerie hatte. bestimmte rassen wie die retriever scheinen dafür besonders anfällig.

die beutestöberer müssen lernen und üben, dass man futter auch liegen lassen oder wieder abgeben kann. das um und auf für sie sind zwei übungen, die super freundlich und begeistert aufgebaut werden müssen:

wird daraus eine pflicht-übung oder gar ein signal mit strengem oder strafendem unterton ist es vorbei. dann lernt der hund, das gelernte nur umso schneller runterzuwürgen oder damit wegzurennen, bevor ihm der mensch die kostbare beute streitig machen kann.

drum gilt es, grade das abgeben oder “tauschen” sorgfältig und mit toller motivation aufzubauen!

 

2. die diebe

den “dieben” geht es paradoxerweise weniger um die beute, sondern mehr ums klauen und die aufmerksamkeit, die sie damit ernten.

was natürlich nicht heißt, dass sie nicht fressbare diebesbeute auch sofort runterschlingen (und sich damit maximal selbst belohnen).

meist haben diese hunde schon als welpen die erfahrung gemacht, dass es zu einem lustigen spiel führt, wenn sie sich was schnappen und der mensch dann versucht, das mit nachlaufen, mit bestechung, mit einem “zerrspiel” oder sonstwie wieder zurück zu bekommen.

natürlich müssen auch die diebe erstmal lernen, dass sie alles sofort auf signal und freiwillig abgeben, was sie erbeutet haben – alleine schon aus sicherheitsgründen.

bei ihnen muss man aber noch extra darauf achten, dass sie nicht aus dem klauen oder fressbares aufnehmen und dann auf signal abgeben erst recht wieder ein spiel machen! sie bekommen schließlich auch auf diese art aufmerksamkeit und haben – wenn es ihnen in erster linie um die aufmerksamkeit geht – so ihr erfolgserlebnis.

bei ihnen gilt daher: die aufmerksamkeit für das geben, was man haben will!

also zum beispiel zu üben, locker an potentieller beute vorbeizugehen und das tüchtig zu belohnen.
oder noch besser: dem hund beizubringen, dass er potentielle beute anzeigt oder meldet.
(was zugegeben dann schon etwas training erfordert).

und im haus heißt es natürlich: aufräumen und aufpassen.
schließlich trifft der spruch “gelegenheit macht diebe” auch auf hunde zu.

 

3. die schnüffelnasen

es klingt ein wenig paradox, aber manchen hunden geht’s vor allem ums schnüffeln und gar nicht so ums beute stöbern.

natürlich fressen auch sie dann, was sie erschnüffelt haben.
und natürlich muss man auch mit ihnen den rückruf und das abgeben üben, um auf nummer sicher zu gehen.

vor allem aber muss man bei diesen hunden ihr schnüffelbedürfnis stillen!
es sind oft hunde mit ausgeprägtem talent für nasenarbeit, die sich eben selber ein ventil dafür suchen.

mit gezielten suchspielen lässt sich dieses bedürfnis vernünftig auslasten.
sie bauen überdies stress ab und helfen dem hund dabei, sich besser selbst beherrschen zu können.

wenn du sicherheitshalber erst mal keine leckerli-suchspiele machen magst, gibt es ja auch das suchen und bringen von verschiedensten gegenständen. eine super auslastung für deinen hund und manchmal sogar ganz praktisch.

im neuen online-kurs “such und bring” könnt ihr das ganz gezielt aufbauen und aus deiner alles-fressenden schnüffelnase vielleicht einen alltagstauglichen apportierer machen, der dir mal die leine, mal einen verlorenen autoschlüssel im wald oder jedenfalls sein verstecktes suchobjekt bringt.

mit ein wenig übung (und nur zum spaß) bringt er dir vielleicht sogar eine knackwurst 🙂
(hier ist das beweis-video)

über

brigid weinzinger ist tiertrainerin und verhaltensberaterin für hund, katz, pferd und mensch. sie bloggt auf www.denktier.at über das leben mit tieren und tipps für deren ausbildung.

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