10 benimmregeln für hunde und menschen (teil 1)

hast du dich auch schon mal geärgert haben, weil andere menschen keine benimmregeln für hunde beachten?
(wer nicht!)

da bemüht man sich selber.
hat vielleicht einen hund, der mit fremden menschen oder hunden nicht so glücklich ist.
oder aber viel zu glücklich und begeistert auf menschen oder hunde reagiert,
und kaum hat er ein wenig gelernt, dass er
– ruhig bleiben soll
– bei dir bleiben soll
– sich nicht auf jeden stürzen soll

… kommt doch prompt ein mensch daher und will deinen hund antatschen
oder lässt seinen eigenen ohne leine auf deinen zurennen, obwohl du extra ausgewichen bist.

böse absicht ist dabei keine dabei.
nur gedankenlosigkeit, mangelnde erziehung (jedenfalls beim hund).
und manchmal schlichtes nicht-wissen oder verstehen.

drum hab ich mal die wichtigsten benimmregeln für menschen und hunde zusammengestellt,
wie sie bei begegnungen mit anderen eingehalten werden sollten.
(bitte unbedingt teilen, das sollte sich alles echt mal rumsprechen!)

heute gibt’s mal die ersten fünf, und zwar die für dich und deinen hund.
nächste woche geht es weiter mit jenen für menschen, die jemandem mit hund begegnen
(am besten gleich unten den blog abonnieren, damit du teil 2 nicht verpasst).

benimmregeln für dich und deinen hund

wenn ihr einem anderen hund oder menschen, radfahrer oder jogger oder was immer begegnet,
dann achte bitte jedenfalls auf folgende dinge.

und zwar egal, ob dein hund jetzt eh lieb und freundlich ist
und eh nur guten tag sagen oder spielen möchte
oder auch nur einfach vorbeilaufen würde –
das weiß dein gegenüber ja alles nicht
und das vierbeinige gegenüber verkraftet es vielleicht trotzdem nicht!

benimmregel nr. 1:  nimm deinen hund zu dir

wer immer euch begegnet, nimm erst mal deinen hund zu dir.
damit kannst du besser steuern, was passiert.
dein hund lernt, sich erst mal an dir zu orientieren
und du kannst ihn danach immer noch zum anderen hin lassen,
wenn das für beide ok ist.

damit stellst du sicher, dass die anderen
-sich  nicht damit rumschlagen müssen, dass dein hund vielleicht viel zu nahe ist.
– sehen, dass du rücksicht nimmst und dich um dich sache kümmerst.
–  sich keine sorgen machen müssen, dass dein hund nicht auf dich hört und einfach weiter läuft.

(falls du dir nicht sicher sein kannst, dass dein hund ohne leine wirklich jedesmal gleich kommt,
dann hol dir ein paar tipps dazu in meinem kostenlosen webinar “leine los und trotzdem sicher”
du kannst dich gleich HIER dazu anmelden.

benimmregel nr. 2:  frag vorher

oft freut man sich ja, wenn man einen anderen hund trifft und der eigene sozialkontakt oder eine spielmöglichkeit hat.
am liebsten würd man ihn dann gleich hinlassen
(allein schon, damit man sich ein ziehen an der leine oder warten lassen müssen spart).

frag aber unbedingt vorher!

schließlich soll die freude beiderseits gegeben sein.

das gilt besonders, wenn die hunde an der leine sind.

ich persönlich mag hundekontakt an der leine ja nicht besonders,
weil das risiko viel zu groß ist, dass es blöd ausgeht.

an der leine können sich die hunde nämlich nicht so ausweichen,
wie sie es ohne leine vielleicht tun würden.
vor allem aber wissen sie, dass sie ja an der leine festhängen und gehen daher vielleicht schneller mal abwehrbereit nach vor.

oder sie umkreisen einander mehrmals und produzieren leinensalat
oder fangen gar an, an der leine zu spielen und verheddern sich.

es gibt auch hunde, die sich gut an (lockerer und langer!) leine guten tag sagen können.
aber frag unbedingt vorher, ob dein gegenüber das auch möchte.

benimmregel nr. 3:  halte abstand

hunde bewältigen begegnungen jeglicher art viel entspannter und ruhiger,
wenn der abstand passt.

auch dein gegenüber fühlt sich besser, wenn dein hund ihm nicht auf einen meter (oder weniger) auf die pelle rückt!
nicht jeder mag hunde und du willst schließlich niemanden verunsichern oder belästigen.

das trifft besonders dann zu, wenn
– du schon siehst, dass jemand mit seinem hund vorher ausweicht und zur seite geht
– du jemanden triffst, der zwei oder mehr hunde dabei hat
– wenn du selber mit mehr als einem hund unterwegs bist

hundebegegnungen einer gegen mehrere laufen nochmal nach eigenen gesetzen ab und sind oftmals nicht ganz ohne.
das musst du ja deinem – oder dem anderen – nicht unbedingt antun.

ein paar meter zur seite gehen ist schlichte rücksichtnahme unter hundemenschen und wird dir sicher gedankt.

benimmregel nr. 4:  kein füttern

du kannst noch so viele leckerchen dabei haben,
der andere hund kann dich noch so lieb anschauen
und deiner noch so bereit zum teilen sein,
gib ihm trotzdem nichts!

fremde hunde werden nicht gefüttert. keiner, niemals.

denn erstens vermeidest du damit, dass es zwischen den hunden doch zu reiberein kommt.
du weißt ja nie, ob der andere dann nicht futterneidig reagiert und deinen angeht, wenn beide gleichzeitig an deinem futterbeutel hängen.

und zweitens – und vor allem – machst du den anderen menschen einen gefallen
(und sämtlichen menschen, denen dieser hund künftig begegnet und die er eben nicht anbettelt!).

wenn man – wie ich selber – einen futtermotivierten hund hat (sprich verfressen),
der eh schon überzeugt ist, dass jeder mensch ein futterträger ist und man sich vielleicht selbst bedienen könnte,
dann ist man sehr, sehr froh um jeden, der einen nicht monatelanges training kaputt macht,
weil er schnell deinem hund ein leckerchen zusteckt.

sei auch du nicht der, der den anderen füttert
und jemand anderem sein training kaputt macht!

benimmregel nr. 5: nichts werfen

was für futter gilt, gilt erst recht für alle dinge, die man dem hund durch die luft schießt,
also nichts werfen!

ich bin ja generell keine freundin von wurfspielen, weil sie die hunde meist viel zu sehr hochputschen.
in anwesenheit von einem anderen hund dem deinen seinen ball werfen ist aber ein völliges NO GO.
leckerchen werfen ganz genauso!

in eine hundebegegnung hohes tempo und womöglich eine streiterei um ball oder stock reinzubringen,
ist schon mal nicht besonders nett.
dem anderen hundemenschen in sein hundehandling reinpfuschen auch nicht.
denn selbst, wenn der seinen hund bei sich hat, reagiert der natürlich auf eine wurfbewegung
und auf das durchstarten deines hundes!

dabei cool zu bleiben, braucht schon große selbstbeherrschung (oder völliges desinteresse) seitens des hundes.
die hat nicht jeder!
der andere hundemensch hat dann aber seine liebe mühe, seinen hund wieder zu sich zu kriegen und von euch wegzukommen.

das waren jetzt mal ein paar wichtige höflichkeitsregeln,
die DU SELBER anderen gegenüber einhalten kannst.

wie man sich als mensch bei einer begegnung mit einem fremden hund richtig verhält,
und was man tut und nicht tut,
(und was du gern einfordern kannst)
das gibt es dann nächste woche im 2. teil der benimmregeln.

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über

brigid weinzinger ist tiertrainerin und verhaltensberaterin für hund, katz, pferd und mensch. sie bloggt auf www.denktier.at über das leben mit tieren und tipps für deren ausbildung.

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