wieso “kurz und knackig” in der hundeerziehung am meisten bringt

in der hundeerziehung heißt es ja, dass man alles langsam und gründlich aufbauen soll.

was stimmt.

allerdings heißt das nicht, dass alles lange dauert
oder das hundeerziehung gar langweilig werden darf!

einer der größten fehler beim üben ist nämlich das sogenannte “übertrainieren”,
also eine übung dutzende male wiederholen, immer und immer wieder, bis
– der hund die motivation verliert
– sich schlampigkeitsfehler einschleichen
– und die übung eher schlechter als besser wird.

was dann dazu führt, dass wir noch mehr üben, weil’s ja noch immer nicht gut genug klappt.

wie lang also soll man üben?

einer der tricks in der hundeerziehung besteht darin, dass die übung dem hund spaß machen soll.
und dass er rasch seine erfolgserlebnisse haben soll dabei.

wenn du ein paar entscheidende tricks kennen lernen möchtest, wie man in der hundeerziehung leichter zum erfolg kommt, dann bist du herzlich eingeladen zum kostenlosen webinar “erfolgreiche hundeerziehung leicht gemacht” am 25.4.2018 um 19.30. du kannst dich hier dazu anmelden: 

aber erst mal 3 kurze tricks zum thema:

 

wie lang soll man üben?

das kommt natürlich auf den hund an.
darauf, wie lange er sich konzentrieren kann
und wieviel spaß ihm die übung macht.

am besten bewährt haben sich in meiner erfahrung die folgenden 3 dinge:

trick 1: kurz und knackig

übungseinheiten sollten kurz und knackig gehalten werden.
so, dass der hund sich noch gut konzentrieren kann und nicht ermüdet.
und vor allem so, dass die übung noch spannend bleibt, er motiviert ist (statt gelangweilt) und sich schon drauf freut, wenn er das beim nächsten mal wieder machen darf.

mein persönlicher lieblingsrhythmus:
1-2 minuten üben
1-2 minuten pause
1-2 minuten üben
wieder pause.  oder schon schluss.
insgesamt vielleicht 5 – 10 minuten (inklusive pausen!)

natürlich kommt es immer auch auf den hund an – wie sehr strengt ihn die neue aufgabe an, wie viel spaß hat er grade, welche lernerfahrungen bringt er schon mit, und so weiter.  aber ganz allgemein funktioniert kurz + knackig am besten!

trick 2:  pausen!

der größte trainingserfolg passiert in den pausen :-).
das gehirn braucht nämlich zeit, um das soeben gelernte auch abzuspeichern.
wenn du im training immer wieder diese kurze pause einlegst, bevor die leistung schlechter wird, dann hast du die raschesten fortschritte.

lernen passiert nämlich in der sogenannten “lernkurve”, wo auf einen raschen anstieg der kurve (=trainingsfortschritte) immer mal wieder ein leichtes absacken erfolgt (während gespeichert wird), bevor dann ein stabiles plateau des könnens erreicht ist.

die kunst besteht darin, am höhepunkt der lernkurve aufzuhören, kurze pause zu machen und dann erst weiter zu üben.
dazu muss man natürlich seinen hund kennen, gutes timing und hin und wieder etwas glück haben.

kleiner tipp: wenn du dich dabei erwischt, zu denken “noch einmal” machen wir das, dann hör sofort auf! deine intuition sagt dir, dass es zeit für eine pause wäre, aber dein ehrgeiz will noch weiter – das produziert “noch einmal”.  und recht hat immer deine intuition :-)!

wahre wunder wirken pausen auch im trainingsverlauf selber.
probier’s doch aus: fang was neues an, üb es zwei oder drei tage lang (immer kurz und knackig)
und dann mach ein paar tage nichts weiter damit.
du wirst sehen: wenn du das danach wieder übst, ist dein hund sehr motiviert und gut unterwegs!

trick 3:  leistung steigern

wenn du willst, dass dein hund mit feuereifer bei der sache ist, dann halt die sache spannend.
das erreichst du, indemm du den schwierigkeitsgrad laufend steigerst, aber in sehr kleinen schritten!
immer nur das selbe zu verlangen, kann schnell in stagnation führen und langweilig werden.

die selbe übung immer ein bisschen anspruchsvoller bleibt hingegen spannend.
achte nur drauf, dass du nicht plötzliche leistungssteigerungen einbaust, die deinen hund überfordern, weil du die nötigen zwischenstufen übersprungen hast!
schließlich würde auch keiner vom schwimmanfänger plötzlich den sprung vom 10m-brett verlangen!
(ewig im kinderbecken ist aber auch fad)

in jedem fall gilt aber immer und überall die alte regel:
üb nur, wenn und solange es deinem hund und dir spaß macht!
ich wünsch euch den jedenfalls.

und nicht vergessen: noch mehr trainingstipps gibt es im kostenlosen webinar “erfolgreiche hundeerziehung leicht gemacht”

über

brigid weinzinger ist tiertrainerin und verhaltensberaterin für hund, katz, pferd und mensch. sie bloggt auf www.denktier.at über das leben mit tieren und tipps für deren ausbildung.

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