gesellschaft im stress: wie schützt du deinen hund am besten?

schon in normalen zeiten leben wir in einer gesellschaft voller stress.
in der krise nimmt der stress nochmal deutlich zu – für uns alle, zweibeiner wie vierbeiner!

vielleicht spürt man den stress selber gar nicht so deutlich,
vorhanden ist er aber – spätestens dann, wenn veränderungen auftreten (davon gibt es derzeit genug)
und jedenfalls dann, wenn unsicherheit und angst ins spiel kommen (davon gibt es derzeit viel zu viel).

was uns menschen zu schaffen macht, betrifft immer auch den hund.
hunde sind wahre seismographen, wenn es um die stimmung und den stresspegel von uns menschen geht.
meist merkt man den eigenen stress zu allererst daran, dass der hund “plötzlich” so mühsam wird.

in stressigen phasen ist es daher immer auch notwendig, den hund vor dem zusatz-stress zu schützen.
ausführliche information zum thema gibt’s demnächst im kostenlosen webinar “die besten 5 tipps zur stressbekämpfung beim hund”, zu dem du dich gleich hier anmelden kannst: 

hier aber gleich mal ein paar wichtige infos und tipps vorab:

1. gesamtbelastung reduzieren

stress entsteht durch die unterschiedlichsten ursachen.
grob lassen sich die folgenden kategorien unterscheiden:

innerer stress: 
körperliche faktoren wie zum beispiel durst oder schmerzen verursachen ebenso stress wie psychische faktoren (leistungsdruck, ängste u.ä.).
gerade diese stressauslöser übersieht man leicht.

umwelt-stress:
ein übermaß an eindrücken und reizen aus der umgebung, vor allem alles, was dem hund zu laut, zu schnell oder zu aufgeregt ist, lösen hohen stress aus – vor allem, wenn ihnen der hund täglich ausgesetzt ist. was ein übermaß ist, hängt dabei völlig vom einzelnen hund ab! was für uns menschen normal ist, kann der eine hund vielleich noch halbwegs wegstecken und dem anderen ist es schon viel zu viel.

stress vom menschen:
der eigene mensch ist nunmal dreh- und angelpunkt für den hund und kann ihm daher direkt stress machen – durch unfreundlichen umgang, ungeduld, schimpfen, launenhaftigkeit und ähnliches – oder indirekt den eigenen stress übertragen, weil der hund auf die körperliche anspannung des menschen unwillkürlich reagiert.

wenn ein bereich grade mehr stress auslöst, ist es umso wichtiger, die anderen bereiche runterzufahren.
ein bisschen aufregung gelegentlich verkraftet jeder hund.
wichtig ist es aber, dass nicht die gesamtlast an stress zu hoch wird und dass der stress nicht lange anhält.
also alles tun, um jeden vermeidbaren stress auch wirklich und rigoros zu vermeiden, wenn es in einem bereich grad stressiger läuft.

2. sicherheit geben

stress führt immer auch zu einer gewissen verunsicherung, weil durch die stressreaktion der hund alle emotionen stärker erlebt und viel impulsiver reagiert. das alleine bringt schon das gewohnte alltags-erleben durcheinander.

dazu kommen in stressphasen ja häufig die veränderungen von außen.
die fallen uns menschen vielleicht gar nicht negativ auf,
ein plötzlich ganz stilles dorf statt dem trubel im ort oder die familie, die nun den ganzen tag zuhause ist und den gewohnten alltag auf den kopf stellt, kann einen hund ganz schön verunsichern.

er braucht daher nun extra sicherheit:
also gewohnte abläufe und rituale einhalten.
einen freundlichen und extra ruhigen umgang mit ihm.
und die gewissheit, dass sein mensch (in aller ruhe und gelassenheit!) für ihn da ist.

3. richtige auslastung

eine der fixen und unausrottbaren vorstellungen in vielen köpfen ist die, dass ein gestresster hund “zu wenig auslastung” hat.
und dann wird versucht, ihn durch (noch) mehr action und bespaßung müde zu bekommen,
weil ein gestresster hund ja oft schwer zur ruhe kommt und daher so “energiegeladen” wirkt.

das macht die sache aber nur schlimmer, weil es die falsche auslastung ist.
wer also dem hund fehlendes spielen mit hundefreunden ersetzen will
oder den aufgedrehten hund durch zusätzliche beschäftigung müde machen möchte,
ist gut beraten, die richtige form der auslastung zu finden.
und auch davon nicht zu viel!

schnüffelspiele funktionieren da am besten,
manche hunde mögen auch denkspiele – aber achtung:
auch die können zu frust oder überforderung führen (und damit zu neuem stress), wenn man zu viel oder zu schwieriges macht.
also immer genau schauen, wie der hund wirklich drauf reagiert und ob er ruhiger wird dadurch.

weitere tipps hab ich dann demnächst im webinar “die 5 besten tipps zur stressbekämpfung beim hund” für euch (gleich anmelden!)

über

brigid weinzinger ist tiertrainerin und verhaltensberaterin für hund, katz, pferd und mensch. sie bloggt auf www.denktier.at über das leben mit tieren und tipps für deren ausbildung.

Comments are closed.