die drei wichtigsten dinge fürs neue (hunde)jahr

ich hab’s ja eher nicht so mit neujahrsvorsätzen. vor allem, weil meine eine durchschnittliche halbwertszeit bis zum 6. jänner haben. maximal. kennt ihr vielleicht ja.

ich hab aber ganz viel über für konkrete PLÄNE. und irgendwie bietet sich halt der jahresbeginn für sowas besonders an. kann man zwar auch zu jeder anderen zeit im jahr machen. aber die meisten von uns haben um die jahreszeit halt erstens mehr zeit und zweitens eher die muße für die frage, was sie denn nun vom leben in den nächsten monaten haben wollen. oder lassen sich drittens vom pläne machen und vorsätze schmieden um sich herum ein bisschen anstecken. was ja nichts schlechtes ist.

daher heute von mir drei ganz konkrete vorschläge. für wirklich wichtiges.
für alle, die jetzt nicht 1000 vorsätze fassen wollen.
die aber im leben mit hund (oder sonstigem getier!) was verbessern wollen.

und zwar konkret.
ein plan eben. mit zeitplan und umsetzung und so. meßbar.
und vor allem: machbar!

(also kein: ich will nie wieder eine zigarette rauchen/ kaffee trinken/ mit dem hund schimpfen / genervt sein oder so. das kannste gleich vergessen).

hier sind die drei wichtigsten dinge, die du für dieses jahr für deinen hund und dich auf den plan setzen kannst.

1.  einmal im monat:  etwas ganz neues lernen

wann hat dein hund das letzte mal ganz was neues lernen dürfen?
und zwar von dir (nicht von deiner nichte, dem nachbarhund oder durch zufall).

stell dir mal vor, wie öde das leben ist, wenn du immer alles schon kennst.
wenn du ewig die selben übungen machst – auch wenn sie anfangs großen spaß gemacht haben und du auch jetzt die leckerli noch klasse findest und du sie deinem menschen zuliebe halt machst.

lass dir was einfallen! es muss nicht immer ganz großartiges sein. vielleicht nur was simples, wie unter drei stühlen hintereinander durchkriechen? oder doch was anspruchsvolleres wie die „verloren“-suche oder ein bestimmtes spielzeug am namen erkennen und bringen? vielleicht was praktisches, wie auf dem platz liegen bleiben, während jemand an der tür läutet?

was immer es ist, setz einmal im monat was neues aufs programm. klar, soll euch das training spaß machen! und sicher wirst du ein paar mal üben müssen. vielleicht auch länger. wichtiger als perfektion ist, dass es neues gibt und das neue eine angenehme, positive erfahrung ist!

was nimmst du dir als erstes vor?
was ist euer „neues“ im jänner?
teil das doch auf meiner facebook-seite und wir sammeln so viele gute ideen zusammen!

 

2. einmal in der woche:  eine denksport-aufgabe

fällst du auch manchmal in die immer gleiche routine?
langer spaziergang, zwei kurze gassi-runden, ein paar leckerli-verstecken und suchen lassen. fertig.

das kann oft mal ganz ok sein. aber immer nur das ist für die meisten hunde zuwenig.
sie wollen mehr auslastung für die grauen zellen. ein bisschen denksport zwischendurch.

mach doch einen tag der woche zum fixen „denksport-tag“. vielleicht den sonntag, wenn mehr zeit ist? oder irgendeinen anderen tag? egal welcher, hauptsäche, es bürgert sich ein.

und an diesem tag wird zusätzlich (!) denksport gemacht. das muss nicht immer etwas neues sein.
es sollte aber immer anspruchsvoll für den hund sein. also schon bekannte aufgaben schwieriger gestalten,
neue elemente einbauen. wenn dein hund zum beispiel schon blau und gelb im wohnzimmer unterscheiden kann, probier mal weitere farben dazulegen. oder blau und gelb im garten/park unterscheiden lassen.

die faustregel: wenn dein hund eine aufgabe ca. 7 oder 8 mal von 10mal richtig macht, ist es zeit dafür, den schwierigkeitsgrad zu steigern. damit es nicht langweilig wird. damit denksport auch wirklich denksport ist!

übrigens: ich finde die holzspielzeuge von nina ottosson wunderbar! aber die meisten (einfacheren) davon sind nach ca. 10 minuten kein denksport mehr, sondern nur noch futter-ausräum-aktionen. also aufpassen: nur wenn dein hund noch nicht genau weiss, wie es geht, ist es noch denksport!

 

3. täglich: bei einer sache konsequent sein

natürlich lebt hundeerziehung von der konsequenz. immer, überall, bei allem und jedem.
und wenn jeder hunde-mensch so konsequent wäre, dann bräuchte es kaum noch hundeschulen :-).

sooooo ganz halten wir uns halt nicht immer dran. weil wir auch nur menschen sind.

ABER: es lohnt sich wirklich, sich wenigstens eine sache auszusuchen, bei der man konsequent bleibt. ohne wenn und aber. ist eine gute übung für einen selber und vollbringt wahre wunder beim hund!

was das sein soll? das liegt ganz an dir. zum beispiel könntest du
– den ruf-namen deines hundes nur sagen, wenn er auch garantiert aufmerken wird.
– „sitz“ nur ein einziges mal sagen und darauf bestehen, dass dein hund sich hinsetzt.  (nur daher nur fordern, wenn es sicher geht).
– keinen zentimeter mitgehen/nachgeben, wenn der hund an der leine zieht.
– keksi nur dann geben, wenn dein hund nicht drängelt (=kein kontakt zwischen hundenase und futterhand)
– usw….

 

ich wünsche euch jedenfalls einen wunderbares jahr 2015 mit euren lieben!
alles, alles gute und viel spaß miteinander!!!

 

über

brigid weinzinger ist tiertrainerin und verhaltensberaterin für hund, katz, pferd und mensch. sie bloggt auf www.denktier.at über das leben mit tieren und tipps für deren ausbildung.

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