die drei typen von aufregung beim hund

wenn wir an große aufregung beim hund denken, dann haben wir meist ein bestimmtes bild vor augen:
den hund, der hektisch wird,
der nicht mehr ansprechbar ist und auf nichts hört oder
der wegen jeder kleinigkeit gleich aufdreht.

häufig haben wir’s dabei mit junghunden zu tun
und das verhalten wird auf die pubertät oder die hormone geschoben.
oder aber der hund – egal welchen alters – gilt als „sehr aktiv“, „energiegeladen“ oder wie es früher hieß „triebig“.

das alles heißt nichts anderes als:
der hund ist in einem zu hohen erregungspegel.
er hat mehr aufregung in form von stresshormonen im körper, als er verkraften kann.
und er ist dadurch in seiner wahrnehmung (insbesondere seiner menschen) und seiner impulskontrolle stark eingeschränkt.

(mehr zu dem thema gibt es übrigens in ein paar tagen im kostenlosen webinar „wenn der hund vor lauter aufregung nicht mehr hört“, für das du dir hier schnell noch deinen platz reservieren kannst:

aber…

großes aber…

mir fällt auf, dass wir oft nur die aufgedrehten und wuseligen hunde als „aufgeregt“ wahrnehmen
und die zwei anderen gruppen, die ihre aufregung anders zeigen, dadurch verkannt und manchmal sogar unfair behandelt werden.

daher hier ein kurzer überblick über alle drei typen von aufregung beim hund.

typ 1:  der hibbelige

der hibbelige ist der, den wir alle kennen.
er wird bei jeder aufregung gleich hektisch und wuselig,
sieht dabei manchmal „lustig“ aus, so als hätte er grad extra viel spaß
und kommt auch zuhause häufig schwer zur ruhe.

aufregung beim hund

 

typ 2:  der reaktive

dieser typ hund reagiert bei aufregung „aus dem stand heraus“ heftig bis aggressiv,
er springt in die leine und bellt und macht vor allem begegnungen mit anderen hunden ‚
oder aber mit (bestimmten) menschen zu einem hürdenlauf.

natürlich kommt diese explosive reaktion nicht „aus dem stand heraus“.
die vorzeichen werden nur übersehen.
der hund zeigt nämlich nicht so wahnsinnig viel vorher,
wenn man die körpersprache nicht gut lesen kann.

meist wird die körperspannung immer höher, der hund „friert ein“,
er geht über zum fixieren des anderen bis zum drohstarren
und ist eine bestimmte grenze überschritten,
dann wird er „plötzlich“ heftig.
angst beim hund

typ 3:  der ängstliche

am häufigsten übersieht man die aufregung wohl biem ängstlichen typus.
der tendiert dazu, immer leiser unauffälliger zu werden,
ganz nach dem motto „hoffentlich sieht mich keiner“.

oder aber er erschrickt immer leichter und heftiger
schon beim kleinsten anlass
und traut sich selbst im bekannter umgebung wenig.

wenn der unsichere hund also an manchen tagen besonders schreckhaft ist,
wenn er sich wieder vor sachen fürchtet, die er eigentlich schon tolerieren gelernt hat,
dann ist in aller regel der aufregungspegel schuld daran.

aufregung beim hund

wir sollten also gerade bei den hunden, die nicht durch offensichtlich aufgedrehtes verhalten verraten,
wie aufgeregt sie bereits sind, genau hinschauen.
sie haben oft ein genauso großes problem
und brauchen genauso unsere hilfe dabei.

wie die hilfe aussehen kann, dazu gibt es mehr tipps dann im webinar „wenn der hund vor lauter aufregung nicht mehr hört“.

über

brigid weinzinger ist tiertrainerin und verhaltensberaterin für hund, katz, pferd und mensch. sie bloggt auf www.denktier.at über das leben mit tieren und tipps für deren ausbildung.

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